ÖAMTC Flugrettung

Gestern, am 20.Mai 2020, meldete sich der neue Notarzthubschrauber “Christophorus 17” pünktlich um 7:00 bei der Leitstelle Steiermark einsatzbereit. Diese Basis wird, neben Christophorus 2 in Gneixendorf, als österreichweit zweiter 24 Stunden Notarzthubschrauber geführt. Somit steht der Steirischen Bevölkerung und dem Umland auch in den Nachtstunden ein Luft-gebundenes Notarztmittel zur Verfügung.

Nach einer Ausschreibung im Jahr 2018 durch das Land Steiermark für einen dritten NAH-Standort im Herzen des steirischen Bundeslandes, konnte der Christophorus Flugrettungsverein den Zuschlag 2019 erfolgreich für sich gewinnen. Der Standort in St.Michael, nahe Leoben, schließt die letzte existierende Lücke im österreichischen Flugrettungswesen. Somit kann nun nahezu jeder Punkt in Österreich in unter 15 Minuten von einem Luft gebundenen Notarztmittel erreicht werden.

Mit der OE-XVI ist derzeit eine hochmoderne Maschine des Typs H135 Helionix am Stützpunkt stationiert. Neben einem Helionix Glascockpit verfügt die Maschine auch über einen 4-Achsen Autopilot, welcher die Nachteinsätze wesentlich erleichtern soll. Die Stamm-Maschine, die sich derzeit in Vorbereitung für den Einsatzbetrieb befindet, wird zukünftig das neueste Mitglied der ÖAMTC Flotte sein, die OE-XVJ. Besetzt wird die Basis mit 6 hauptamtlichen Flugrettern und 6 Piloten der ÖAMTC Flugrettung. Zudem versehen zahlreiche Notärzte der Region Dienst auf diesem Stützpunkt.

Der mehr als drei Millionen teure Stützpunkt entspricht dem letzten Stand der Technik und wurde zudem größer ausgelegt um im Katastrophenfall auch eine zweite, Rettungs- oder auch Polizeimaschine, unterbringen zu können. Zudem wurde ein eigenes Crew-Rest Gebäude am Stützpunktgelände errichtet welches der ruhenden Nacht-Mannschaft am Tag einen Rückzugs- und Erholungsort bietet. Am erste Einsatztag wurde die diensthabende Crew bereits gefordert – so mussten im Nachtdienst bereits zwei Einsätze, darunter ein Kindernotfall aus Bad-Aussee mit Transfer in das LKH Leoben, durchgeführt werden. Durch den Einsatz des Hubschraubers anstatt des bodengebundenen Rettungsdienstes konnte die Transportzeit wesentlich verringert und Überführung für den Patienten so schonend wie möglich durchgeführt werden.

HeliRescue bedankt sich bei der diensthabenden Crew für die Gastfreundschaft und wünscht dem Team von Christophorus 17 allzeit glück ab, gut Land!