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LERNE DIE STATIONEN KENNEN:
Gemeinnützige GmbH
ARA Flugrettung
Die ARA Flugrettung gemeinnützige GmbH, eine Tochtergesellschaft der DRF Luftrettung, wurde im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz, Landesverband Kärnten, ins Leben gerufen. Heute betreibt die ARA Flugrettung drei Notarzthubschrauber-Standorte: in Fresach (Kärnten), saisonal am Nassfeld (Kärnten) während der Wintersaison sowie in Reutte (Tirol). Nach anfänglicher Unsicherheit über den Standort wurde der erste Hubschrauber, mit dem Funkrufnamen RK-1, vorübergehend am Flughafen Klagenfurt stationiert. Aufgrund der bereits existierenden Präsenz des Christophorus 11, betrieben vom Christophorus Flugrettungsverein, wurde der RK-1 jedoch kurz darauf nach Spittal an der Drau verlegt, um die Einsatzabdeckung in Kärnten zu verbessern.
Seit April 2002 ist der Standort des RK-1 in Fresach endgültig fest etabliert und wurde 2006 um einen eigenen Hangar mit Mannschaftsquartier erweitert. Besonders bemerkenswert: Im Jahr 2010 wurde eine vierköpfige Crew des RK-1 für einen außergewöhnlichen Windenrettungseinsatz mit der Goldenen Medaille am Roten Bande für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Der Standort Reutte (RK-2) nahm seinen Betrieb im März 2002 auf, wurde jedoch aufgrund der Hochwasserkatastrophe 2005 auf das Gelände des örtlichen Krankenhauses verlegt, wo seit Ende 2008 ein eigener Hangar zur Verfügung steht.
Technologische Entwicklung und Hubschrauberflotte
Die Hubschrauberflotte der ARA Flugrettung besteht aus Maschinen der DRF Luftrettung. Bis April 2018 kamen ausschließlich MBB BK117 der Varianten B2 und C1 zum Einsatz. Mit der Einführung der H145 (ehemals EC 145 T2) begann eine neue Ära, sowohl für die ARA Flugrettung als auch für den österreichischen Flugrettungsdienst. Diese moderne Maschine ermöglicht es, Patienten mit einem Gewicht von bis zu 250 kg zu transportieren – eine wesentliche Erweiterung im Vergleich zu den bisherigen 120 kg. Die erste H145 wurde 2018 in Fresach in Betrieb genommen, und bis Juni desselben Jahres waren beide Standorte mit diesem neuen Hubschraubertyp ausgestattet, was das Ende der 17-jährigen Betriebszeit der MBB BK117 in Österreich markierte.Â
Durch die kontinuierliche Modernisierung der Flotte wurde im Juli 2025 die OE-XNA, die Einsatzmaschine am Nassfeld, als erste H145 der ARA Flugrettung auf die 5-Blatt-Variante aufgerüstet. Diese Umrüstung bietet mehrere Vorteile: Zum einen ermöglicht sie einen leiseren und vibrationsärmeren Flugbetrieb, zum anderen erhöht sich die maximale Zuladung um 100 kg. Zusätzlich wurde die Maschine mit der aus der DRF-Flotte bekannten Reflektorbeklebung sowie einem Kollisionswarnsystem (Pulsing Lights) ausgestattet. Diese Modifikationen tragen entscheidend zur Erhöhung der Sicherheit und Sichtbarkeit bei Nachtflügen sowie bei Landungen unter schwierigen Bedingungen bei.
Besondere Einsatzausstattung und Innovationen
Die ARA Flugrettung war über 13 Jahre lang der einzige Betreiber in Österreich, der Notarzthubschrauber mit Rettungswinde einsetzte. Erst 2014 stattete Schenk Air seine Maschinen mit Winden aus, und 2019 folgte Heli-Austria ebenfalls mit der Einführung einer H145 mit Rettungswinde. Andere Betreiber setzen weiterhin auf Doppeltausysteme. Besonders hervorzuheben ist, dass die ARA Flugrettung 2021 als erster Betreiber im gesamten D-A-CH-Raum die Genehmigung zum Nachtwindenbetrieb erhielt.
Standort Nassfeld und Neue Kooperationen
Nach einer einjährigen Pause kehrte 2021 mit dem „ARA-3“ ein saisonal betriebener Notarzthubschrauber für die Wintersaison ins Skigebiet Nassfeld zurück. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Landesregierung Kärnten und der Nassfeld-Bahnen AG konnte die ARA Flugrettung den Betrieb am 18. Dezember 2021 wieder aufnehmen. Zunächst kam ein Hubschrauber des Typs EC135 P2+ der DRF Luftrettung mit der Kennung D-HYYY zum Einsatz.
Ab der Wintersaison 2023/24 wurde auf das moderne Muster H145 mit Rettungswinde umgestellt, wodurch die gesamte Flotte der ARA Flugrettung nun ausschließlich aus diesem hochmodernen Hubschraubertyp besteht. Im Gegensatz zu den vorherigen Betreibern FlyMed und Airmed 1 wird der „ARA-3“ als vollwertiger Notarzthubschrauber betrieben, der sowohl für Primär- als auch Sekundäreinsätze in der Region zur Verfügung steht.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Anerkennung
Die ARA Flugrettung war Mitbegründerin der AP³ Luftrettung, einer Kooperation zwischen der DRF Luftrettung (Deutschland), der Alpine Air Ambulance AG (Schweiz) und der ARA Flugrettung (Österreich). Die Gesellschaft, die 2017 in Filderstadt gegründet wurde, verfolgte das Ziel, die grenzüberschreitende Luftrettung in der D-A-CH-Alpenregion weiter zu optimieren und gemeinsame Standards in den Bereichen Flugbetrieb und Medizin zu etablieren.
Im Jahr 2023 wurde aus dieser Kooperation eine gemeinnützige Stiftung mit dem Namen AP³ Luftrettung Liechtenstein gegründet, die sich gezielt für die Förderung des Rettungsdienstes in Liechtenstein einsetzt. Mit der Neuausrichtung der Stiftung sind die DRF Luftrettung und die ARA Flugrettung nicht länger Teil dieser Zusammenarbeit.
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Ein weiterer Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit wurde im November 2014 erreicht, als die ARA Flugrettung in die International Commission for Alpine Rescue (ICAR) aufgenommen wurde. Die ICAR verfolgt das Ziel, die alpine Sicherheit und Rettung durch den Austausch von Erfahrungen und Expertise ihrer 72 Mitgliedsorganisationen weltweit zu fördern.
Mit ihrem umfangreichen Engagement, ihrer hochmodernen Ausrüstung und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit unterstreicht die ARA Flugrettung ihre zentrale Rolle im Bereich der Notfallversorgung und Luftrettung in Österreich sowie über die Landesgrenzen hinaus.
KONTAKT
ARA Flugrettung
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