Im Einsatz
Kontaktdaten

Heli Austria GmbH
Heliport
A-5600 St. Johann im Pongau

Tel: +43 6462 4200
fly@heli-austria.at

Heli Tirol GmbH
Tiroler Bundesstraße 1
A-6462 Karres

Tel: +43 5412 61421
fly@heli-tirol.at

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Informationen zum Betreiber

Die Heli-Austria, unter der Führung von Roy Knaus, ist nicht nur das größte private Hubschrauberunternehmen Österreichs, sondern zählt auch zu den führenden Hubschraubertransportbetrieben Europas.  Die Firma bietet, vom einfachen Passagiertransport bis hin zu Schwerlastflügen mit Außenlasten bis zu 4,2 Tonnen und natürlich der Flugrettung, ein breites Spektrum an Dienstleistungen an. Mit einer Flotte von mehr als 30 Hubschraubern unterschiedlichstem Typ kann fast jeder Kunde optimal bedient werden. Durch die Vielzahl an verteilten Standorten in Westösterreich und Norditalien können somit Anflugzeiten kurz gehalten werden.

Zur Geschichte:

Das Unternehmen Heli-Austria wurde ursprünglich als Ritter trade & Aviation Consulting 1982 gegründet. 1984 startete Johann Knaus den Flugbetrieb mit einer von Niki Lauda stammenden Hudges 530F. Ein Jahr später wurde dann der erste Hubschrauber der Firma Knaus Helicopter GmbH angeschafft, eine Hudges 500D des amerikanischen Hubschrauberherstellers McDonnell Douglas Helicopters. Das stetig wachsende Unternehmen wird 1995 nun von dem jetzigen Eigentümer und Sohn von Johann Knaus, Roy Knaus, mit einem Anteil von 76% übernommen. Mit „Martin 1“ steigt das Unternehmen 2000 in die Flugrettung ein und fliegt in den Wintermonaten vom Heliport St.Johann im Pongau Rettungseinsätze. 2004 wird der erste Hubschrauber des Typs MD902 Explorer für den Rettungsflugbetrieb angeschafft und gemeinsam in Kooperation mit dem Hotelier Thomas Wolf in Saalbach Hinterglemm stationiert. 2008 wird der Firmenname in Heli-Austria GmbH geändert. Auch die Flotte wächst stetig. So werden unter anderem AS332 Super Pumas für Schwerlastflüge angeschafft. Durch den Flottenzuwachs an MD902 Explorer in der Flugrettung treten auch erste Hindernisse auf. Die Ersatzteilversorgung dieses Typs wird immer mehr zum Problem und so beschließt die Heli-Austria Ende 2016 ein Flottenupdate. Bis Ende 2019 sollen alle MD902 Explorer gegen Airbus Helicopter H135 und H145 im Flugrettungsbetrieb ersetzt werden.

Der Flugrettungsbetrieb der Heli-Austria trägt die Bezeichnung Martin-Flugrettung. Alle Notarzthubschrauber des Unternehmens besitzen den Funkrufnamen „Martin“. Über den offiziellen Start der Flugrettung Österreich und der Heli-Austria gibt es diverse Ungereimtheiten. Es gibt diverse Berichte das Johann Knaus, schon bevor 1982 der ÖAMTC den offiziellen ersten Notarzthubschrauber in Betrieb nahm, den Antrag an den Staat Österreich stellte einen Rettungsflugbetrieb aufzubauen, diese jedoch unbegründet abgewiesen wurde. Deswegen gehen wir vom offiziellen Start der Martin Flugrettung mit der Inbetriebnahme 2000 von Martin 1 aus.

Unter dem Namen Knaus Helicopter erfolgte im Jahr 2000 der Einstieg in die Flugrettung. Damals charterte Knaus Helicopter eine BK 117 der Deutschen Rettungsflugwacht, kurz DRF.  Zwei Jahre später eröffnete die Firma einen Heliport in Karres/Tirol wovon ab diesem Zeitpunkt Martin 2 zu Flugrettungseinsätzen startete. Heute sind die Flugrettungsstandorte den Bundeslandbezogenen Firmennamen von Roy Knaus unterstellt. In Salzburg ist es die Martin Flugrettung und die Heli-Austria, in Tirol die Heli-Tirol.

Einige Flugrettungsstandorte der Heli-Austria wurden kurz nach ihrer Eröffnung wieder geschlossen werden. Dies hatte meist politische Hintergründe. So wurde Martin 3 am Heliport Ebensee im Salzkammergut nach nur zwei Jahren wieder geschlossen. Martin 7 war zu Beginn in Obertauern stationiert. Auch hier wurde die Basis nach kurze Zeit wieder aufgelassen. Heute ist Martin 7 in Mayrhofen stationiert. Auch dieser Standort wurde kurzfristig aus politischen Gründen geschlossen und ist nur wieder aktiv. Mittlerweile wurde ein komplette Basis der Heli-Austria dort errichtet.

Heute ist die Heli-Austria an sieben Standorten in Salzburg und Tirol vertreten.
Der bekannteste ist wohl Martin 1, welcher am originalen Stützpunkt des bekannten Medicopter 117 (Helikopter der gleichnamigen TV-Serie) stationiert ist. Dieses bekannte Gebäude musste 2014 einem hochmodernen Hangar weichen welcher nun sowohl Flug- als auch den Wartungsbetrieb der Heli-Austria beherbergt. Das Heliport in Hochgurgl von Martin 8, nahe der Mautstation Timmelsjoch zählt zu den höchsten Heliports Europas und wird gerne von Luftfahrzeugherstellern für Testzwecke genutzt. So geschehen in 2014 als Airbus Helicopters dort Testflüge der EC135P3 und der EC145T2 durchführte.

Heli-Austria verwendet noch als einziger Österreichischer Betreiber Helikopter vom Typ MD 902 Explorer welche bis Ende 2019 jedoch komplett gegen Hubschrauber aus dem Hause Airbus Helicopters, H135 und H145, ersetzt werden sollen. Die Explorer, welche sich durch einen fehlenden Heckrotor auszeichnet (sog. NOTAR System), wurde speziell in Großbritannien sehr oft für die Flugrettung eingesetzt, verschwindet jedoch langsam aus Europa. Für die Flugrettung stehen Ersatzweise bei Ausfällen ebenfalls mehrere Helikopter des Types AS 355 Ecureuil 2 bereit.